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Der Verein Mutabor

Die Arbeit von Mutabor entstand Ende der 80er Jahre aus der Notwendigkeit, Menschen mit erworbenen Hirnschäden, ihren Familien, Freunden und Kollegen Unterstützung zu geben, wenn sich nach der Klinikentlassung die Schere öffnet zwischen den medizinisch-technischen Möglichkeiten, menschliches Leben zu erhalten und der Fähigkeit, lebenswerte Perspektiven dafür zu schaffen.

Die ersten Versuche, Angehörigen echte Entlastung zu bieten und den Alltag für die Förderung der Patienten zu nutzen, entstanden aus dem bitteren Mangel an Alternativen. Inzwischen gibt es stationäre Rehabilitation und Nachsorge auch für diesen Personenkreis. Aber aus unserer Sicht bietet Alltagsförderung im vertrauten Umfeld für viele Patienten im nachklinischen Bereich bessere Entwicklungsmöglichkeiten als jede noch so perfekt konstruierte stationäre Rehabilitation.

Der Verein Mutabor - Ambulante Intensivförderung für Menschen mit erworbenen Hirnschäden e.V. besteht seit Oktober 1988.

Idee und konzeptionelle Gestaltung stammen von Margot Wingruber

Margot Wingruber gelang es in schwierigen sozialpolitischen Zeiten über das Kuratorium ZNS eine Spende zu erhalten, die den Start der ambulanten Intensivförderung 1989 ermöglichte. In langwierigen Verhandlungen überzeugte sie die Stadt München und das Land Bayern, die Vereinsarbeit zu unterstützen, und die Krankenkassen, mit dem Verein eigene Verträge abzuschließen.

Die weitere Entwicklung des Angebotes wurde von ihr über die Jahre hinweg den Bedürfnissen des Klientels und den neuen Erkenntnissen angepasst. Für die Erweiterung des Angebots gelang es ihr immer wieder, Gelder zu beschaffen und alte und neue Vertragspartner zu gewinnen. 1992 konnte die therapeutische Tagesstätte „Villa Mutabor“ eröffnet werden, in deren Räumen auch ein Projekt zur beruflichen Integration untergebracht war. Der Umzug der Tagesstätte in die Westscheune des Stemmerhofs im Herbst 2002 und der dafür notwendige Umbau waren für Margot Wingruber ein mehrjähriger Kraftakt.

Seit einigen Jahren gilt die besondere Aufmerksamkeit Margot Wingrubers dem Aufbau einer Nachsorge für das Mutabor-Klientel. Dafür hat sie den offenen Treff Café Mutabor geschaffen.

Im Laufe des Jahres 2005 schied Margot Wingruber aus der hauptamtlichen Vereinsarbeit aus.

Margot Wingruber und OB Christian Ude
2003: Margot Wingruber erhält von Oberbürgermeister Ude die Medaille "München leuchtet - Den Freunden Münchens"

 

Margot Wingruber übergibt die Leitung von Mutabor
Margot Wingruber übergibt die Leitung von Mutabor. Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 20. Juni 2005.
(Zum Vergrößern auf das Bild klicken).

 

Margot Wingruber und Landtagspräsident Glück
2.12.2005: Margot Wingruber erhhält aus der Hand von Landtagspräsident Glück die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber